Archiv für April 2006

isch kurz telefon…

Freitag, 28. April 2006

dino, wo ist der ferrari?

Ich blinzle in die Morgensonne und bemerke das erste aber doch schon recht energische Zwitschern einiger Vögel. Vor mir hat sich eine osteuropäisch anmutende Matrone in ihrem Sonntagsgewand aufgebaut und aus einem rosa glänzenden Pfannenkuchengesicht mit farblich dahingehend unterstützender Kriegsbemalung erklingt erneut ein betont unbetontes “isch kurz telefon” und dabei deutet sie auf mein Handy, das ich mal wieder als Zeitmesser missbraucht habe.

Wie in Trance entriegele ich die Tastensperre und halte ihr das Ding hin. Sie grabscht nach dem Gerät und verschwindet so schnell wie sie mir erschienen ist in einem Menschen und Taschengewühl das sich mittlerweile von mir unbemerkt um 2 Reisebusse auf der anderen Strassenseite gebildet hat.

Langsam komme ich zu mir und in Zeitlupe rauscht eine 5 Seiten lange Telefonrechnung mit mir gänzlich unbekannten Auslandsvorwahlen an meinem inneren Auge vorbei und mir fällt der Schneckenwitz mit der Blondine ein: “Was war das denn eben?”.

Ich raffe mich so gut es geht auf und versuche die rosa Russenmutti ausfindig zu machen. Im Eingangsbereich des ersten Busses werde ich endlich fündig. Ich platze in ein wild gestikulierendes Palaver in dem die rosa Matrone, mein Handy fest umklammernd, die Wortführerin ist. Ich verstehe kein Wort, doch plötzlich schmeisst der Busfahrer den Rückwärtsgang rein und brettert seinem Hintermann aus dem Stand in die Frontscheibe, die Russenmutti breit wie hoch rollt auf den Rücken und zappelt wie ein Marienkäfer nach einer gescheiterten Landung im Gang.

Ich reiss ihr das Handy aus der Hand und hangel mich ins Freie, erst jetzt fällt mir ein ziemlich flacher Sportwagen mit getönten Scheiben auf, der direkt hinter den beiden Bussen parkt. Sowas hab ich ja noch nie gesehen, wirkt irgendwie italienisch, jedenfalls kein Japaner und das ganze Ding ist mit Stoff überzogen, irgendwas zwischen lila und bordeaux rot. An der Lackierung hätte meine Tante Irmgard bestimmt ein halbes Jahr gehäckelt und ausserdem… weiter komme ich nicht, denn jetzt klingelt mein Telefon.

Ich geh ran und ein Typ brüllt mich russisch anmutend an, ach du scheisse, fährt es mir durch den Schädel, die halbe Ukraine wähnt meine Nummer schon als Tor zur Welt. Kurz vor einer mehr oder weniger den Umständen entsprechend vorgetäuschten Ohnmacht erkenne ich Hornberg an seiner dummen Lache: “Na Du alte Sau, haste den Ferrari schon zurück?” bevor ich darüber nachdenken kann wo die Karre sein könnte, höre ich ein verzerrtes Knacken und eine mir bekannte Stimme säuselt: “Aufstehen, der Tag beginnt”.

and the winner is…

Donnerstag, 27. April 2006

and the winner is...

hab gerade beim hochschulradio eine live-cd gewonnen und hätte das aufmerksamkeitsseminar stattgefunden, wüsste ich jetzt sicher auch was für eine. So latsche ich morgen einfach mal rüber zum Container und lass mich überraschen.

Happy End mit Fleischeinlage

Mittwoch, 26. April 2006

Hoffmann, Alexander Der Wolkenschieber

Gerade habe ich eine schöne Geschichte über einen Überflieger aus der Düsseldorfer Werbewelt gelesen, die hat mir die tollste Frau von allen letztens von einem Streifzug durch den Stern Verlag mitgebracht.

Es geht um einen Typ der sich durch naive Selbstüberschätzung in den finanziellen Ruin katapultiert. Der tragische Held heisst Thomas, sicher nicht zufällig denn einen Thomas der meint zu wissen wo es im Leben lang geht kennt sicher jeder, egal ob Werbebranche, Anlagenberatung oder Internethandel mit erlaubnisfreien Waren, und wenn dieser Thomas nicht Thomas heisst, dann bestimmt Thorsten, Michael oder Frank.

Da die ganze durchaus nicht an den Haaren herbeigezogene Story weder wie üblich in New York, Amsterdam, Reykjavik oder Frankfurt sondern in Düsseldorf spielt, erinnert mich die Geschichte und der Typ an einige ehemalige, nenne ich sie Weggefährten, Wegbereiter oder Hinderniswagen (wie früher bei der TCR-Bahn), keine Ahnung, Schwätzer allemal, im Guten wie im Bösen, deren damalige Läden heute jedenfalls nicht mehr in den gelben Seiten stehen. Bischen viel Ortskenntnisschlawenzelei aber sonst ganz nett, nein wirklich schön zu lesen.

Wie dem auch sei, mir fällt gerade auf dass der silberne 4S nicht mehr beim Ulmen im Fenster steht, na geht doch.

Willst Du auch? Guckst Du hier (Buch nicht Porsche!):

Was macht eigentlich Heaven 17?

Dienstag, 11. April 2006

was macht eigentlich heaven17

Während ich auf das Ende einer supadupa Tapedeck Auktion im Zuge meiner 80er Jahre Siemens 666 HiFi Anlagenvervollständigung warte, auf dem mehroderweniger schrottreifen SL-J1 alte Lanspielplatten anhöre und meinen Fingernägeln beim wachsen zusehe, frage ich mich aus aktuellem Anlass: was machen eigentlich diese 3 Typen heute.
Wer weiss es?
Ich google jetzt einfach mal nicht, oder?
Temptation…

april april ohne die tapete

Samstag, 01. April 2006

rennhobel

heute hat der rennhobel der tollsten frau von allen einen neuen satz sommerschluppen mit alufelgen bekommen. allerdings nicht wie ursprünglich angedacht nach einer ausgiebigen milieustudie bei d&w in bochum sondern von “unserem” heimischen brotundbutter tuner atu in reisholz.

nach der devise: “wenn man drin sitzt sieht man nicht wie es von aussen aussieht” rollt das dingen jetzt auf nicht minder ansehnlichen kutschenrädern der hausmarke mit denen aber auch endlich mal wieder auf den billigen plätzen mitgefahren werden kann ohne bei jeder bodenwelle auzusetzten.

durch den 1,5 stündigen aufenthalt während der montage gab es dann doch noch eine milieustudie beim praktiker baumarkt neben zamek, denn da bekam man heute zum letzten mal 20% auf alles (ausser tiernahrung und zigaretten). das dingen war voll bis obenhin und ich denke mal das am montag sicher die ein oder andere scheidung eingereicht wird.

geiles bild in zweiter reihe aus der hohlen hand mit vorbeifahrender 701.